Reformen im Gesundheitswesen sind unerlässlich
25. Juni 2026 – Die Herausforderungen im Schweizer Gesundheitswesen nehmen stetig zu. Besonders in ländlichen Regionen und Berggebieten fehlen Hausärztinnen und Hausärzte. Viele Praxen finden nach Pensionierungen keine Nachfolge. Gleichzeitig müssen Patientinnen und Patienten oft lange auf Termine bei Fachärzten oder auf notwendige Operationen warten. Die Notfallstationen und Ambulanzen der Spitäler sind überlastet, während das medizinische Personal täglich an seine Grenzen stösst. Hinzu kommen Krankenkassenprämien, die Jahr für Jahr weiter steigen.
Seit dem 1. Januar 2026 gilt für ambulante ärztliche Behandlungen ein neues Tarifsystem: TARDOC und ambulante Pauschalen haben den bisherigen TARMED ersetzt. Bereits heute werden jedoch kritische Stimmen laut. Viele Ärztinnen und Ärzte befürchten, dass komplexe Behandlungen in privaten Praxen künftig nicht mehr kostendeckend erbracht werden können, da die Pauschalen den tatsächlichen Aufwand oft nicht ausreichend berücksichtigen.
Die Folgen könnten Patientinnen und Patienten direkt spüren: steigende Kosten bei Leistungen ausserhalb der Pauschalen, eine Verlagerung von Behandlungen in die Spitäler und dadurch noch längere Wartezeiten. Schon heute wird diskutiert, ob die neuen Tarife in Zukunft erneut angepasst oder reformiert werden müssen.
Für die Bevölkerung ist vor allem eines entscheidend: Medizinische Hilfe muss rasch und in guter Qualität verfügbar sein – unabhängig vom Wohnort oder vom Einkommen. Gerade ältere Menschen sind auf eine zuverlässige Gesundheitsversorgung angewiesen.
Deshalb braucht es mehr als kleine Korrekturen. Gefragt sind nachhaltige Reformen mit klaren Zuständigkeiten, weniger Bürokratie und einer konsequenten Ausrichtung auf die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten.
Kurze Wege, schnelle Hilfe und tragbare Prämien.
Für die Mitte 60+ Kanton Zug
Lisa Hertig
